Erstes Treffen der AG Musterverträge lief verheißungsvoll

Beim Pressegespräch des Berufsverbandes der Trainerinnen und Trainer im deutschen Sport (BVTDS) in Berlin hatte Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport des DOSB, auf ein aus seiner Sicht wesentliches Instrument zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für hauptamtliche Trainer/innen hingewiesen: Die Arbeitsgemeinschaft Musterverträge, die der DOSB etablieren wolle, um Standards für Arbeitsverträge zu erarbeiten. Zweifel an der Relevanz dieser Arbeitsgruppe waren und sind angebracht – das erste Treffen jedoch erwies sich als positiv und verheißungsvoll. Für den BVTDS saß der Stellvertretende Vorsitzende Holger Hasse mit am Verhandlungstisch und zog ein positives Fazit der ersten Runde: „Mir war es im Vorfeld wichtig, dass diese Arbeitsgruppe sich das konkrete Ziel setzt, verbindliche Forderungen hinsichtlich der Rahmenvorgaben in Arbeitsverträgen von bundesgeförderten Trainerinnen und Trainern zu stellen. Hierzu gab es von den AG-Mitgliedern viel Zustimmung und einen breiten Konsens. Wichtig ist es nun, bis März 2018, wenn die Förderrichtlinien Leistungssport des BMI novelliert werden, eine fundierte Ausarbeitung vorzulegen.“

Berücksichtigt werden sollen unter anderem diejenigen Kernforderungen, für die der BVTDS seit Jahren intensiv eintritt: Entfristung von Arbeitsverträgen nach einer maximal zweijährigen Befristung, Orientierung an die Vergütung im Tarifvertrag Öffentlicher Dienst, Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes und Gleichstellung von Trainerinnen und Trainern. „Unter den Anwesenden bestand Einigkeit, dass diese legitime Forderungen sind. Nun gilt es, diese Punkte in die Musterverträge zu implementieren“, so Hasse. „Die Zusammensetzung der AG lässt mich hoffen, dass es gelingt, den Druck auf die Geldgeber in Bund und Land zu erhöhen, damit die Einhaltung der vertraglichen Standards zukünftig Voraussetzung für Zuwendungen an die Verbände sein werden. Wir werden uns schon im November wieder treffen, um den nächsten Schritt zu gehen.“

Teilnehmer der AG neben Holger Hasse sind: Daniel Strigel für die Olympiastützpunkte, Rainer Ehrlich für die Landessportbünde/-verbände, Gert Zender für den Verband deutscher Tischtennistrainer, Markus Finck für die Trainerakademie Köln, Dirk Schimmelpfennig, Olav Spahl, Hermann Latz und Christian Witusch für den Deutschen Olympischen Sportbund, Dr. Herwig von Zwehl für das Bundesministerium des Inneren sowie Heino Knuf für die Spitzenverbände.

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