In der AG Musterverträge herrscht Konsens über Entfristung von Verträgen

Auch nach dem dritten Treffen der „AG Musterverträge“ mit Vertretern von BMI, DOSB, aus den Olympiastützpunkten und den Spitzenverbänden ist BVTDS-Vize Holger Hasse voller Zuversicht. „Ich nehme nach wie vor eine sehr gute und produktive Arbeit der Arbeitsgemeinschaft wahr. Der entscheidende Punkt ist nun, Verbindlichkeit herzustellen“, so Hasse. „Ein Schlüssel zum Erfolg wird die Anpassung der Förderrichtlinien durch die öffentlichen Zuwendungsgeber. Auf Bundesebene sehe ich das BMI bzw. das BVA in der Pflicht. Es muss geprüft werden, ob die Arbeitsverträge auf der Grundlage von Recht und Gesetz abgeschlossen und gelebt werden. Wir sehen hier aber auch den DOSB in der Verantwortung. Dieser hat die Möglichkeit, die Trainersituation im Rahmen seines sportfachlichen Gutachtens zu bewerten und damit entscheidenden Einfluss auf die Förderung der Verbände zu nehmen. Gleiches gilt dann analog dazu für die Länderebene“, ergänzt der ehemalige Chef-Bundestrainer Badminton.

Als großen Erfolg der Arbeit des BVTDS sieht Hasse den erzielten Konsens in Sachen Ketten­verträgen. „Wir sind uns einig, dass Anstellungsverträge von Trainerinnen und Trainern zu Vertrags­beginn einmalig bis zu zwei Jahre befristet werden können. Im Anschluss muss aber im Regelfall eine Entfristung erfolgen!“ Große Herausforderungen stehen der AG beim Thema „Arbeitszeit und Arbeitsschutz“ bevor. „Hier wollen wir zusätzliche Expertise einholen und uns extern beraten las­sen. Die Verbände als Arbeitgeber müssen in die Lage versetzt werden, die Gesetze einzuhalten, aber dennoch Weltspitzenleistungen der Athletinnen und Athleten zu ermöglichen.“

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