Tennistrainerinnen und -trainer schließen sich dem BVTDS an

Die Trainerinnen und Trainer der „Gemeinschaft Tennistrainer Deutschland“ (GTD) beabsichtigen, sich dem Berufsverband der Trainerinnen und Trainer im Deutschen Sport e.V. (BVDTS) anzuschließen und die erste Abteilung innerhalb des BVTDS zu bilden. „Die GTD ist eine unabhängige Plattform, die alle Tennis-Trainer*innen begrüßt, egal, ob sie bereits einer Vereinigung angehören oder nicht“, erläutert Joachim Weidenboerner, Initiator der GTD. „Wir haben uns für einen Beitritt zum BVTDS entschieden, weil wir erleben, dass die Unzufriedenheit unter den professionellen Trainerinnen und Trainer mit den deutschen Tennis- sowie Tennistrainer-Verbänden greifbar ist und immer mehr zunimmt. Die vielfach geäußerten auch existenziellen Sorgen wurden bisher überhaupt nicht wahrgenommen“, so Weidenboerner.

GTD-Initiator Joachim Weidenboerner

GTD-Initiator Joachim Weidenboerner

Durch den Beitritt zum BVDTS sollen die Belange der Tennistrainerinnen und -trainer vermehrt Gehör finden. „Mit dem BVTDS haben wir ein wesentlich größeres Gremium als Sprachrohr und Multiplikator, als wenn alle Tennistrainer*innen in kleinen Gruppierungen auftreten“, so Weidenboerner. „Zudem ist der BVDTS eine in sich schon etablierte Organisation, die eine Heimat bietet und zusammen mit allen dort organisierten Trainerinnen und Trainern eine starke Stimme hat. Gerade in diesen Corona-bedingt harten Zeiten für den Sport hat die GTD hier offene Ohren und Hilfen gefunden.“

„Mit dem Verband der Deutschen Tischtennistrainerinnen und Trainer sowie der Deutschen Handball-Trainervereinigung sind bereits zwei Trainer*innen-Verbände bei uns Mitglied. Dass sich uns nun mit dem GTD auch eine Verbindung von Tennistrainerinnen und -trainern anschließen wird, freut uns sehr. Das zeigt, dass unsere Arbeit im Kreis der Berufstrainerinnen und Berufstrainer positiv wahrgenommen wird“, so Holger Hasse und Gert Zender, die Präsidenten des BVTDS.

„Wir verfolgen das Ziel, für unsere Mitglieder durch neue Geschäftsfelder eine höhere Effizienz schaffen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Uns geht es nicht um Ausbildungen, Geldeinnahmen oder sonstige Pfründe, sondern lediglich darum, Tennistrainerinnen und -trainer zu unterstützen und Lösungen für deren Probleme zu finden“, führt Weidenboerner aus. Die Probleme aus Sicht der GTD sind: Nicht ausreichende Definition des Berufsbildes, fehlender Schutz der Berufsbezeichnung und vor Missbrauch durch Nicht-Qualifizierte, die Praxis der Anstellungen in Tennisclubs ohne Vertrag oder hohe Sozialabgaben bei Selbständigen.

Seit geraumer Zeit finden sich immer mehr professionelle Tennistrainer*innen in der GTD zusammen, darunter ein sehr hoher Anteil an A-Trainer*innen des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) und staatlich geprüfte Tennislehrer*innen des Verbandes Deutscher Tennislehrer (VDT). „Wir wollen endlich etwas verändern und dafür Sorge zu tragen, dass unser Berufsstand und sein Berufsbild geschützt und anerkannt wird. Das gilt nicht nur in Corona-Zeiten, sondern ganz besonders für die gesamte Situation der Tennistrainer“, so Weidenboerner.

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