Präsidium präsentiert Jahresbericht 2025
Chemnitz - Der Berufsverband der Trainer/innen im Deutschen Sport (BVTDS) – künftig Trainer*innen Deutschland e.V. (TrD) – präsentierte im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am 03.12.25 einen Jahresbericht, der deutlich macht, wie stark sich der Verband im vergangenen Jahr sportpolitisch, fachlich und strukturell weiterentwickelt hat.
BVTDS-Präsidium präsentierte Jahresbericht: Starker politischer Kurs, klare Haltung zu Safe Sport und wichtige Fortschritte für den Trainer*innenberuf
Der Berufsverband der Trainer/innen im Deutschen Sport (BVTDS) – künftig Trainer*innen Deutschland e.V. (TrD) – präsentierte im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am 03.12.25 einen Jahresbericht, der deutlich macht, wie stark sich der Verband im vergangenen Jahr sportpolitisch, fachlich und strukturell weiterentwickelt hat.
Im Zentrum der Verbandsarbeit standen dabei intensive Gespräche mit der Bundespolitik, unter anderem mit der neuen Staatsministerin für Sport. Ziel war es, die Perspektiven der Trainer*innen in die Reform des Sportfördergesetzes einzubringen. Besonders die Verknüpfung von Förderung mit arbeitsrechtlichen Standards, die Verbesserung der Weiterbildungsmöglichkeiten und die Einbindung des Verbands in die neu entstehende Spitzensportagentur spielten eine wichtige Rolle. Auch auf parlamentarischer Ebene wächst die Aufmerksamkeit: Nach der Haushaltsdebatte suchten politische Entscheidungsträger aktiv den Austausch, vor allem im Hinblick auf die Vergütung von Trainerinnen im Spitzensport.
Bedeutsame Fortschritte gab es ebenfalls auf Länderebene. In Nordrhein-Westfalen wurde mit dem sogenannten „Trainertarif“ ein neues Modell eingeführt, das sich an den Logiken des TV-L orientiert und zu deutlich verbesserten Gehältern für Landestrainer*innen führt. Andere Bundesländer arbeiten bereits an ähnlichen Modellen. Für den Verband ist dies ein wichtiger Hebel, um auch bundesweit die Arbeitsbedingungen für Trainer*innen zu stärken und einheitliche Standards voranzutreiben.
Ein weiteres zentrales Thema des vergangenen Jahres war der Bereich Safe Sport. Der Verband beteiligte sich intensiv an den bundesweiten Gesprächen zur Umsetzung des Safe-Sport-Codes und bekennt sich klar zu einem gewaltfreien, sicheren Sport. Gleichzeitig macht er auf wichtige offene Fragen aufmerksam, insbesondere auf Verfahren zur Rehabilitation nach Falschbeschuldigungen, die Wahrung rechtsstaatlicher Prinzipien und die Ausgestaltung einer unabhängigen Sportgerichtsbarkeit. Der Verband betont, dass auch Trainer*innen einen wirksamen Schutz vor ungerechtfertigten Konsequenzen benötigen, ohne den Grundgedanken des Safe Sport zu schwächen.
In der Arbeit des Verbands rückte zudem die Förderung von Trainer*innen weiter in den Fokus. Der BVTDS war in verschiedene Forschungsprojekte eingebunden, die sich mit Karrierewegen und Rahmenbedingungen für Trainer*innen befassen, und stellte auf bundesweiten Veranstaltungen Best-Practice-Beispiele für eine gewaltfreie, respektvolle Trainingskultur vor. In Zusammenarbeit mit der Trainerakademie sollen künftig weitere Qualifizierungs- und Austauschformate entstehen.
Darüber hinaus engagiert sich der Verband aktiv in mehreren Reformprozessen des DOSB. Dazu zählen die Weiterentwicklung der Trainerakademie, die Modernisierung der Lizenz-Rahmenrichtlinien sowie langfristige Bestrebungen, den Trainer*innenberuf als staatlich anerkannten Ausbildungsberuf zu etablieren. Ein solcher Schritt würde zu klareren beruflichen Standards führen und jungen Menschen bessere Zugänge – etwa zu BAföG – ermöglichen.
Die arbeitsrechtliche Unterstützung der Mitglieder blieb auch im vergangenen Jahr ein Kernbereich der Verbandsarbeit. Viele Trainer*innen nutzten die Möglichkeit einer Erstberatung bei Konflikten am Arbeitsplatz, bei Vertragsfragen oder im Zusammenhang mit Kündigungen und Abmahnungen. Die enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Rechtsanwältinnen erwies sich erneut als wertvoller Bestandteil des Serviceangebots.
Der Jahresbericht zeigt insgesamt einen Verband im Aufbruch. Trainerinnen Deutschland e.V. positioniert sich zunehmend als relevante Stimme in der Sportpolitik, setzt sich für bessere berufliche Bedingungen ein und gestaltet zentrale Reformprozesse des deutschen Sports aktiv mit. Mit Themen wie Safe Sport, Professionalisierung, Gleichstellung und dem neuen Verbandsnamen richtet der Verband seinen Blick klar nach vorn und stärkt die Rolle der Trainerinnen als unverzichtbare Säule des Sports in Deutschland.
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